Handwerker sind oft hohen körperlichen Belastungen ausgesetzt. Besonders der Rücken und die Kniegelenke sind davon betroffen. Doch jeder kann selbst dafür sorgen, dass das Risiko, deswegen einen Gesundheitsschaden zu erleiden, möglichst gering bleibt.
25.8.2014 (verpd) Zahlreiche handwerkliche Aufgaben müssen im Knien, in der Hocke oder im Fersensitz verrichtet werden. Dabei sind insbesondere der Rücken und die Kniegelenke einer hohen Belastung ausgesetzt, was auf Dauer zu schwerwiegenden Gesundheitsschäden führen kann. Wie man das vermeiden kann, zeigen Tipps der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).
Egal ob bei der Renovierung einer Wohnung oder eines Hauses, bei Gartenarbeiten oder bei sonstigen Reparatur- und Bauarbeiten, für viele dabei anfallenden Arbeiten muss man sich hinknien, bücken oder in der Hocke sitzen. Eine solche einseitige, lang anhaltende Körperhaltung kann jedoch zu unterschiedlichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.
Nach Angaben von Berufsgenossenschaften und Unfallkassen sind Schleimbeutel-Entzündungen oder Meniskusschäden, die durch dauerhafte hohe Druckeinwirkung ausgelöst werden können, mögliche Folgekrankheiten.
Alternativen nutzen
Deshalb rät die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV), immer zu prüfen, ob es beispielsweise zu einer knienden Haltung Alternativen gibt. Wenn möglich, sollte man mindestens jede halbe Stunde zwischen einer knienden und einer anderen Haltung wechseln.
Manche Tätigkeiten lassen sich mit Hilfsmitteln wie Teleskopstangen oder einem Montagetisch im Stehen durchführen. Ein ständiges Hinknien kann so vermieden werden. Bei Arbeiten wie dem Verlegen von Bodenfliesen, Laminat- oder Parkettboden, die nur im Knien verrichtet werden können, sollte der Handwerker zumindest einen passenden Knieschutz, der das CE-Zeichen trägt und damit den aktuellen Sicherheits-Anforderungen entspricht, benutzen.
Entlastungshaltung
Zudem gibt es nach Angaben der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen verschiedene Formen, wie man im Knien schonender arbeiten kann. So sei das einseitige Knien – das zweite Bein wird dabei rechtwinklig angestellt und der Rücken sollte gerade bleiben – für Knie und Rücken schonender als wenn man beidseitig kniet, also mit beiden Knien am Boden abgewinkelt arbeitet.
Zudem sollten die Pausen genutzt werden, um Ausgleichsübungen zu machen. Schon 15 Minuten am Tag seien hilfreich. Das kostenlos online herunterladbare Merkblatt „Arbeiten im Knien und Hocken“ der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie beinhaltet eine detaillierte und bebilderte Beschreibung, wie Handwerker Gesundheitsschäden beim Arbeiten vermeiden können.