VerkehrImmer mehr Verkehrsunfälle laufen glimpflich ab

Das Statistische Bundesamt hat jüngst die Unfallbilanz auf deutschen Straßen im Jahr 2012 gezogen: Überwiegend zeigen sich trotz zunehmender Fahrzeugdichte positive Tendenzen. Besonders deutlich sank die Zahl der Verkehrstoten.

22.7.2013 (verpd) Sowohl die Zahl der Straßenverkehrsunfälle mit Personenschäden als auch diejenigen mit Schwerstverletzten waren 2012 rückläufig, wie aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen. Auch wenn die Zahl der polizeilich erfassten Unfälle leicht zunahm, sank die Zahl der Verkehrstoten auf den niedrigsten Stand seit über 60 Jahren.

Insgesamt zog das Statistische Bundesamt (Destatis) für 2012 eine erfreuliche Bilanz zur Entwicklung des Unfallgeschehens auf deutschen Straßen. Doch immer noch gibt es alle 13 Sekunden einen polizeilich erfassten Straßenverkehrsunfall, alle 82 Sekunden einen verletzten Verkehrsteilnehmer und etwa alle zwei Stunden einen Verkehrstoten.

Weniger Personenschäden, Schwerverletzte und Tote

Nach den Daten von Destatis waren 2012 die Unfälle mit Personenschäden allerdings um 2,1 Prozent auf 387.978 (Vorjahr: 396.374) rückläufig. Dabei sank auch die Zahl der Schwerverletzten überproportional um 3,9 Prozent auf 66.279 (68.985).

Die Zahl der von der Polizei erfassten Unfälle nahm leicht um 1,7 Prozent auf rund 2,40 Millionen (2011 waren es 2,36 Millionen) zu. Diese Zahl ist damit relativ konstant und schwankte in den letzten 20 Jahren zwischen 2,2 und 2,4 Millionen, wie ein Sprecher von Destatis erklärt. Allerdings wurden etwa im Jahr 1990 lediglich 44 Millionen Fahrzeuge gezählt. 2012 waren es 54 Millionen Kraftfahrzeuge, rund eine Million mehr als 2011.

Deutlich gesunken ist die Zahl der Verkehrstoten, nämlich von 4.009 in 2011 auf 3.600 in 2012, also um 10,1 Prozent. Dies ist der niedrigste Stand seit 1950.

Zahl der tödlich verunfallten Kinder um 15,1 Prozent gesunken

Erfreulicherweise ist auch die Anzahl der bei Verkehrsunfällen getöteten Kinder stark zurückgegangen. Letztes Jahr starben 73 Kinder auf deutschen Straßen, und damit 15,1 Prozent weniger als 2011, hier waren es noch 86 Kinder. Dabei habe die Zahl der als Fußgänger oder Radfahrer getöteten Kinder (bis 14 Jahre) sogar um 30 Prozent abgenommen. In den 1950er-Jahren sind jährlich über 1.000 Kinder im Straßenverkehr ums Leben gekommen.

Überdurchschnittlich hoch ist allerdings die Zahl der tödlich verunglückten über 65-Jährigen. Der Anteil der Senioren an den Unfalltoten betrug 28 Prozent. Auffällig ist, dass ihre Zahl unter den getöteten Fahrradfahrern auf 221 Personen (2011: 210 Personen) und bei den Motorradbenutzern auf 45 Personen (2011: 35 Personen) gestiegen ist. Allerdings ist der Bevölkerungsanteil dieser Altersgruppe mittlerweile auch auf 20,6 Prozent angewachsen.

Nach Angaben von Destatis sind zwar ältere Menschen gemessen an ihrem Bevölkerungsanteile weniger häufig an einem Unfall mit Personenschaden beteiligt. Sind Senioren aber als Fahrer eines Pkws in einen Unfall involviert, tragen sie in zwei Dritteln der Fälle die Hauptschuld.

Persönliche Absicherung

Da das Risiko, einen Unfall zu haben, jeden trifft, egal ob jung oder alt, ist es wichtig richtig vorzusorgen, um gegen mögliche finanziellen Folgen eines Unfalles abgesichert zu sein. So kommt beispielsweise eine Privathaftpflicht-Police dafür auf, wenn man als Radfahrer fahrlässig einen Unfall verursacht hat und einen anderen schädigt. Anderenfalls haftet man persönlich mit seinem gesamten Vermögen für den Schaden. Schäden, die am eigenen Auto beispielsweise durch einen selbst verschuldeten Unfall entstanden sind, können über eine Vollkasko-Versicherung abgedeckt werden.

Wird man bei einem Unfall verletzt, leistet eine private Unfallversicherung entsprechend der getroffenen Vereinbarung. Der Versicherungsschutz gilt weltweit und rund um die Uhr. Neben einer Kapital- und/oder Rentenzahlung im Invaliditätsfall können beispielsweise ein Krankenhaustagegeld, die Übernahme von Bergungskosten und/oder eine Todesfallsumme individuell vereinbart werden.

Eine Berufsunfähigkeits-Police sichert das eigene Einkommen ab, wenn man unter anderem wegen eines Unfalles nicht mehr seiner bisherigen Berufstätigkeit nachgehen kann. Darüber gibt es noch weitere sinnvolle Absicherungslösungen, um sich und seine Angehörigen vor den finanziellen Folgen eines Unfalles zu schützen. Detaillierte Informationen können beim Versicherungsexperten eingeholt werden.